Nichts-Tun!

„Nichts- Tun“

Was meine ich mit „Nichts- Tun“?

Der Duden definiert es als Untätigkeit; Faulenzen; Müßiggang; sich hingeben.

Nichts tun bedeutet nicht immer gleich faul sein!

Nach meinem Verständnis, verstehe ich unter „Nichts- Tun“ … naja, es ist gar nicht so einfach das zu definieren, dennoch versuche ich es hier einmal.
Es geht darum seinen Geist, seine Gedanken „im Zaum“ zu halten.

Was nutzt es?

  • Innere und äußere Ruhe
  • Ausgeglichenheit
  • Kreativität
  • Schutz vor Überlastung
  • Entspannteres umgehen mit Gedanken

Kurz und knapp: „Nichts Denken“!

Beobachten und nehmen Sie mal wahr wie oft Sie, bzw. Ihr „Geist“ „nichts denkt“.
Wir sind doch sehr oft in Gedanken, oder im Grüblen: „Die Reifen wechseln, das Auto waschen, die Steuer fertig machen, das Bild aufhängen usw.“
Das kann zu einer endlos Spirale führen. Dazu kommen noch social Media, E-Mails, Fernsehen und all die anderen täglichen Anforderungen und Ablenkungen. Das ist vergleichbar wie wenn Sie beim Fitness Training immer wieder den gleichen Muskel auf die gleiche Art und Weise, also nur mit einer Übung, trainieren würden. Der Muskel ist überlastet, die Folgen sind Überlastung, Verletzung, Zwangspause.

Ähnlich ist es beim „Geist“ bzw. beim Gehirn und beim Denken. Auch hier sind Pausen und Entlastungen wichtig, um sich zu erholen und kreativ zu bleiben.

Etwas länger und ausführlicher:

Nichts tun kann man, indem man so wenig wie möglich tut. Das Atmen ist ein Automatismus und geht zum Glück nebenbei. Das nichts tun, was ich meine, muss nicht geplant sein, allerdings ist es auf jeden Fall sinnvoll, es hin und wieder mal einzuplanen. Ansonsten tut man es ja meistens sowieso nicht, weil viele Menschen sich fast immer angetrieben fühlen etwas tun zu müssen.
Man kann es im Sitzen, im Liegen probieren, das empfiehlt sich für Einsteiger, oder auch beim Spazieren gehen, beim Wandern, oder sogar an der Supermarktkasse, beim Arzt, während dem Warten.
Ziel ist es, seine Gedanken zu reduzieren und letztendlich nichts zu denken. Es ist etwas ähnliches wie Meditation.

Eine andere Art des Nichts tuns, im weiteren Sinne ist der Flowzustand, bei dem die Gedanken frei sind.
Das habe ich teilweise beim Mountainbike fahren. Dieser Vorgang ist bei mir so automatisiert, dass ich nicht zu denken oder überlegen brauche, was ich tun muss. Das Verhältnis von Anforderung gegenüber Kenntnis und Fähigkeiten ist in einem ausgewogenen Zustand. Wenn dann noch die Rahmenbedingungen stimmen, Location, Bike, Wetter, Bekleidung, Trail … dann bin ich in einem, ja, fliegendem oder schwimmenden Zustand.

Wie ich es hinbekomme?
Anleitung:
Sie suchen sich ein ruhiges Plätzchen in der Wohnung oder im Freien. Sie sitzen, liegen möglichst entspannt.
Spüren Sie erst mal in Ihre Körperteile hinein. Fangen Sie mit den Füssen an. Wie fühlen sich Ihre Füsse an? Warm, kalt, locker … werten Sie den Zustand nicht, nehmen Sie nur wahr, wie er gerade ist. Dann gehen Sie weiter, wie fühlen sich Ihre Beine an, wie fühlen sich Ihre Arme an, usw.
Anschließend konzentrieren sich nur auf Ihre Atmung. Atmen Sie durch die Nase oder den Mund, wie es für Sie am angenehmsten ist. Es dient dazu, dass Sie zur Ruhe kommen und entspannen können.
Wenn Störungen, wie Geräusche auftauchen, gehen diese auch wieder vorbei. Zunächst nehmen Sie diese noch wahr, aber später werden Sie diese gar nicht mehr bemerken.

Wenn Sie einigermaßen entspannt sind denken Sie nichts! Jetzt! Sofort!
Nein, Spaß beiseite.
Ihr Kopf/Geist sollte leer sein. Wenn ein Gedanke kommt und Sie noch stört oder ärgert, sagen Sie einfach zu sich, „aha, okay, das wird schon einen Grund haben, warum Du jetzt da bist/ankommst, Du möchtest mir etwas mitteilen…“. Dann stellen Sie sich vor, dass der Gedanke, so wie er gekommen ist auch wieder verschwindet, wie ein Wolke im lauen Sommerwind. Wenn der Gedanke wichtig war, wird er auch wieder kommen. Allerdings erst nach Ihrem „nichts tun“.

Es ist schon möglich, dass diese Übung nicht gleich beim ersten Mal erfolgreich ist. Auch hier ist ein wenig Geduld durchaus angebracht. Nicht gleich aufgeben! Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann beim zweiten oder vierten Mal. Wichtig ist, dass Sie einfach locker und easy an die Sache heran gehen ohne Sich Druck zu machen.

Geplant:
Vielleicht starten Sie ja einmal die Woche damit. Wenn Sie merken es tut Ihnen gut und Sie möchten ein wenig mehr Zeit investieren, dann auch gerne öfter. Eben so, wie Sie denken, dass es Ihnen gut tut und nicht zum Zwang oder zum „ich muss/soll doch noch“ führt. Nehmen Sie sich vor es z.B. einmal in der Woche oder im Monat zu probieren. Sie können natürlich sagen ich mache das z. B. am Donnerstag, damit legen Sie sich allerdings fest. Möglicherweise sind Sie an genau diesem Donnerstag einfach nicht in der Stimmung dafür. Sinnvoller ist es zu sagen ich probiere es diese Woche. Und wählen dann den richtigen Zeitpunkt aus, wenn Sie denke „heute passt es für mich“.

Ungeplant:
Für Fortgeschrittene geht das dann auch mal spontan, z. B. an der Supermarktkasse beim Warten. Nur bitte nicht verpassen, wenn Sie an der Reihe sind, obwohl das ein gutes Zeichen ist, dass es funktioniert.
Beim Spazieren gehen, vorausgesetzt Sie sind alleine. Konzentration auf den Atmen und dann weiter wie oben beschreiben.
Probieren Sie es mal aus!
Sie müssen ja nicht gleich jeden Tag „Nichts-Tun“. Vielleicht ein oder zweimal im Monat oder in der Woche.
Auf jeden Fall aber einmal im Jahr, am 16. Januar, dem Tag des „Nichts-Tun“, aber nicht den ganzen Tag!

Hier noch ein schöner Artikel der Osnabrücker Zeitung dazu.

1601_Nichtstun

Vielen Dank an Nadine Grunewald!

Wie ist es bei Ihnen?
Haben Sie es schon mal versucht?

Wer es noch nicht ganz so gut alleine schafft oder Unterstützung benötigt dem stehe ich als Experience Coach gerne zur Verfügung
Weiterführende Links:

Outdoor Coaching für Verhaltensänderung

Viel Spaß beim Ausprobieren

Experience Coach
Gerson Kircher

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr Infos

Alles klar